Fahrschul-Webseiten Schweiz: 839 Websites im Vergleich
Analyse von 839 Fahrschulen: 30% ohne Website, Durchschnittsscore 79.3. Die Branche ist solide. Doch bei Impressum und Performance gibt es Lücken.

Wer den Führerschein machen will, sucht heute online nach einer Fahrschule. Google-Bewertungen, Preisvergleiche, Standort: Alles beginnt mit einer Suchanfrage. Wir haben 839 Schweizer Fahrschulen analysiert, um herauszufinden: Wie gut sind ihre Websites wirklich?
30% ohne Website
248 der 839 analysierten Fahrschulen haben keine eigene Website. Das sind knapp 30%. Im Branchenvergleich ist das ein solider Wert. Bei Sanitärbetrieben sind es 43%, bei Marketing-Agenturen sogar 53%.
Trotzdem: Gerade Fahrschulen leben von Neukunden. Jeder, der den Führerschein macht, sucht genau einmal eine Fahrschule. Diese Suche beginnt fast immer online. Wer nicht gefunden wird, existiert für diese Zielgruppe nicht.
Die gute Nachricht
Von den 591 Fahrschulen mit Website konnten wir 553 erfolgreich analysieren. Der Durchschnittsscore liegt bei 79.3 von 100 Punkten. Das ist eines der besten Ergebnisse aller bisher analysierten Branchen.
Score-Verteilung im Überblick
97.4% aller Fahrschul-Websites erreichen mindestens 60 Punkte. Keine einzige Website fällt in den Bereich "Schwach" oder "Kritisch". Das ist bemerkenswert: Die Branche hat eine hohe Mindestqualität. Wer eine Website hat, hat in eine ordentliche Umsetzung investiert.
Stärken der Branche
Fahrschul-Websites punkten in mehreren Bereichen:
Technische Grundlagen sind stark:
- 96.7% setzen auf eine .ch-Domain
- 96.5% haben ein gültiges SSL-Zertifikat
- 93.4% erfüllen die Core Web Vitals
- 99.8% optimieren ihre Bilder korrekt
SEO-Basics stimmen: Der durchschnittliche SEO-Score liegt bei 86.5 Punkten. Das ist der höchste Wert aller Kategorien. 81.5% pflegen Alt-Texte für Bilder, 79.7% haben eine XML Sitemap.
Kundenorientierung ist vorhanden:
- 92.7% zeigen Kontaktinformationen prominent
- 95.8% setzen ARIA-Attribute für Barrierefreiheit ein
- 96.9% haben korrekt beschriftete Formulare
Wo es noch hapert
Trotz des guten Gesamtbilds zeigt die Analyse klare Schwachstellen:
Performance bleibt die grösste Baustelle
Mit einem Durchschnitt von 63.5 Punkten ist Performance die schwächste Kategorie. Die Details:
- Browser Caching: 0% der Websites nutzen Browser Caching. Hier verschenkt praktisch jede Website Ladezeit.
- JavaScript-Optimierung: Nur 33.2% laden Scripts effizient. Überflüssige oder schlecht eingebundene Scripts bremsen den Seitenaufbau.
- Ladegeschwindigkeit: 76.4% bestehen den Ladezeit-Check – gut, aber nicht herausragend.
Langsame Websites kosten Besucher. Google hat bestätigt, dass die Ladezeit ein Ranking-Faktor ist. Wer hier optimiert, gewinnt doppelt: bessere Nutzererfahrung und bessere Sichtbarkeit.
Rechtliches wird vernachlässigt
Nur 41.6% der Fahrschul-Websites haben ein vollständiges Impressum und eine Datenschutzerklärung. Das ist ein Problem. In der Schweiz ist ein Impressum für gewerbliche Websites Pflicht. Wer keines hat, riskiert Abmahnungen und signalisiert potenziellen Fahrschülern: "Wir nehmen es mit den Regeln nicht so genau." Keine gute Botschaft für eine Branche, die Verkehrsregeln lehrt.
Barrierefreiheit hat Lücken
- Farbkontrast: Nur 34.3% bestehen den Kontrastcheck. Das bedeutet, dass auf zwei Dritteln der Websites Texte schwer lesbar sind. Besonders betroffen: ältere Besucher und Personen mit Seheinschränkungen.
- Meta-Tags: 65.6% haben vollständige Titel und Beschreibungen. Das heisst: Über ein Drittel der Fahrschulen steuert nicht, wie sie in Google-Suchergebnissen erscheinen.
Was die Besten richtig machen
Die Top-Performer mit Scores über 93 Punkten zeigen ein klares Muster:
Vollständigkeit: Alle rechtlichen Seiten vorhanden, Meta-Tags gepflegt, Kontaktdaten prominent.
Lokaler Fokus: Schweizer Hosting, .ch-Domain, oft auch Schweizerdeutsche Inhalte.
Technische Sauberkeit: Schnelle Ladezeiten, optimierte Scripts, keine unnötigen Abhängigkeiten.
Die wichtigsten Erkenntnisse
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30% ohne Website. Ein guter Wert im Branchenvergleich, aber immer noch fast jede dritte Fahrschule ohne Online-Präsenz.
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Keine einzige kritisch schlechte Website. Die Mindestqualität ist hoch. Wer eine Website hat, hat meist auch Geld dafür ausgegeben.
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Impressum fehlt bei 58%. Das ist ein vermeidbares rechtliches Risiko und ein Glaubwürdigkeitsproblem für eine Branche, die Regeln lehrt.
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Performance ist die Schwäche. JavaScript-Optimierung und Browser Caching werden fast überall ignoriert.
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SEO ist die Stärke. Mit 86.5 Punkten im Schnitt liegen Fahrschulen hier über dem Branchendurchschnitt.
Was können Fahrschulen tun?
Quick Wins für sofortige Verbesserung:
- Impressum und Datenschutzerklärung ergänzen
- Meta-Titel und -Beschreibungen für alle Seiten verfassen
- Farbkontraste prüfen und anpassen
- Browser Caching aktivieren
Langfristige Massnahmen:
- JavaScript-Einbindung optimieren (defer/async)
- Auf Schweizer Hosting wechseln (nur 56.5% nutzen es)
- Barrierefreiheit systematisch verbessern
- Regelmässige Inhalte publizieren (z.B. Tipps zur Prüfungsvorbereitung)
Fazit
Mit einem Durchschnittsscore von 79.3 Punkten gehören Schweizer Fahrschulen zu den besser aufgestellten Branchen im Web. Keine Ausreisser nach unten, solide Technik, gute SEO-Grundlagen.
Das grösste Problem: Über die Hälfte der Websites haben kein vollständiges Impressum. Ausgerechnet Fahrschulen, also Unternehmen, die ihren Schülern beibringen, sich an Regeln zu halten, ignorieren die grundlegendsten rechtlichen Anforderungen an ihre eigene Website.
Die gute Nachricht: Das lässt sich an einem Nachmittag beheben.
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