Schweizer Sanitär-Webseiten im Vergleich
Analyse von 1626 Sanitärunternehmen: 43% ohne Website, Durchschnittsscore 76.3. Wo die Branche punktet und wo Nachholbedarf besteht.

Die Sanitärbranche gehört zum Rückgrat des Schweizer Handwerks. Doch wie steht es um ihre Online-Präsenz? Wir haben 1'626 Schweizer Sanitärbetriebe unter die Lupe genommen.
Das überraschendste Ergebnis zuerst
43% der Sanitärunternehmen haben keine eigene Website. Von den 1'626 analysierten Betrieben verfügen 696 über keinen eigenen Webauftritt. In einer Zeit, in der potenzielle Kunden zuerst online nach einem Handwerker suchen, ist das ein erheblicher Wettbewerbsnachteil.
Die gute Nachricht
Von den 935 Unternehmen mit Website konnten wir 818 erfolgreich analysieren. Der Durchschnittsscore liegt bei 76.3 von 100 Punkten. Ein solides Ergebnis.
Score-Verteilung im Überblick
Über 94% der Sanitär-Websites erreichen mindestens 60 Punkte. Das zeigt: Wer eine Website hat, hat meist auch in eine ordentliche Umsetzung investiert.
Stärken der Branche
Die Sanitär-Websites punkten besonders in diesen Bereichen:
Technische Grundlagen sitzen:
- 95.8% setzen auf eine .ch-Domain
- 94% erfüllen die Core Web Vitals
Kundenorientierung ist vorhanden:
- 94.9% zeigen Kontaktinformationen prominent
- 98.4% setzen ARIA-Attribute für Barrierefreiheit ein
- 95.4% haben korrekt beschriftete Formulare
SEO-Basics stimmen: Der durchschnittliche SEO-Score liegt bei 81.2 Punkten. Das ist der höchste Wert aller Kategorien.
Wo es noch hapert
Unsere Analyse zeigt aber auch klare Verbesserungspotenziale:
Performance ist die grösste Baustelle
Mit einem Durchschnitt von nur 56.6 Punkten ist Performance die schwächste Kategorie. Die Details:
- Browser Caching:. Hier verschenkt praktisch jede Website Ladezeit
- Bildoptimierung: Nur 35.7% komprimieren ihre Bilder richtig
- JavaScript-Optimierung: Nur 45.2% laden Scripts effizient
Das ist problematisch: Langsame Websites verlieren Besucher. Google bestraft sie zudem im Ranking.
Rechtliches und Vertrauen
- Impressum/Datenschutzerklärung: Nur 45.6% haben vollständige rechtliche Seiten. Das ist in der Schweiz Pflicht.
- UID-Nummer: Nur 54.1% zeigen ihre Unternehmens-Identifikationsnummer. Das ist zwar nicht vorgeschrieben, schafft aber Vertrauen bei potenziellen Kunden.
Barrierefreiheit hat Lücken
- Farbkontrast: Nur 41.2% erfüllen die Mindestanforderungen
- Bildtexte: 16.7% der Websites haben Bilder ohne Alt-Text
Für ältere Kunden oder Menschen mit Sehbeeinträchtigung kann das den Unterschied machen, ob sie die Website nutzen können.
Besonders problematisch: Beim näheren Betrachten von Webseiten, die hier schlecht abschneiden, scheint es so, als ob oft der Kontaktbereich schlecht Lesbar aufgrund der gewählten Farben ist.
Hosting in der Schweiz: Ein unterschätztes Thema
Nur 59.5% der Websites werden in der Schweiz gehostet. Dies ist zwar nicht der wichtigste Faktor für Handwerks-Betriebe, aber für manche Kunden ist das ein Vertrauensfaktor. Zudem kann lokales Hosting die Ladezeiten leicht verbessern.
Die wichtigsten Erkenntnisse
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Wer keine Website hat, verliert Kunden. 43% der Branche sind online leider nicht genügend aufgestellt.
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Die Basics stimmen meist. Wer eine Website hat, macht vieles richtig: Mobile-Optimierung und Kontaktdaten sind Standard.
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Performance wird vernachlässigt. Bildoptimierung und Caching sind schnelle Wins, die fast niemand nutzt.
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Rechtliches wird unterschätzt. Korrektes Impressum und Datenschutzerklärung fehlen bei über der Hälfte der Websites.
Was können Sanitärunternehmen tun?
Quick Wins für sofortige Verbesserung:
- Bilder komprimieren (z.B. mit TinyPNG oder WebP-Format)
- Browser-Caching aktivieren
- Impressum und Datenschutzerklärung ergänzen
- UID-Nummer auf der Website anzeigen
- Alt-Texte für alle Bilder hinzufügen
Langfristige Massnahmen:
- Auf Schweizer Hosting wechseln
- Meta-Descriptions für alle Seiten verfassen
- Farbkontraste prüfen und anpassen
Fazit
Mit einem Durchschnittsscore von 76.3 Punkten schneidet die Schweizer Sanitärbranche ordentlich ab. Zumindest jene 57%, die überhaupt eine Website haben.
Das grösste Potenzial liegt bei den Unternehmen ohne jegliche Online-Präsenz. Und für alle anderen gilt: Mit wenigen gezielten Optimierungen, besonders bei Performance und rechtlichen Seiten, lässt sich der Score deutlich verbessern.
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