Website-Performance verbessern - Besseres SEO-Ranking und mehr Conversions

Website-Performance beeinflusst SEO und Conversions. Erfahren Sie, welche Ladezeitwerte für Schweizer KMU wichtig sind und wie Sie diese konkret verbessern.

PerformanceBen Zumbrunn4 min
Website-Performance verbessern - Besseres SEO-Ranking und mehr Conversions

Eine langsame Webseite kostet nicht nur Nerven. Sie kostet Sichtbarkeit, Anfragen und Umsatz. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Performance wichtig ist. Die Frage ist: Wie stark wirkt sie sich im Alltag wirklich aus?

Die Faktenlage bei Google

Google hat 2010 offiziell bestätigt, dass Ladegeschwindigkeit ein Ranking-Faktor ist. 2018 folgte das mobile "Speed Update". Seit 2021 sind Core Web Vitals Teil des Ranking-Systems.

Die Richtung ist eindeutig: Google bevorzugt Seiten, die schnell laden und stabil funktionieren.

Was genau gemessen wird

Google bewertet Website-Performance mit drei Kennzahlen:

  • Largest Contentful Paint (LCP): Wie schnell der Hauptinhalt sichtbar wird. Zielwert unter 2,5 Sekunden.
  • Interaction to Next Paint (INP): Wie schnell die Seite auf Klicks reagiert. Zielwert unter 200 Millisekunden.
  • Cumulative Layout Shift (CLS): Wie stabil sich Inhalte verhalten. Zielwert unter 0,1.

Diese Werte sind keine Theorie. Sie messen direkt, wie sich eine Website für echte Nutzer anfühlt.

Wie gross ist der SEO-Effekt wirklich?

Hier wird oft übertrieben. Performance ist ein Ranking-Faktor, aber nicht der wichtigste.

Bei gleich starken Inhalten kann die schnellere Seite vorne liegen. Bei klar besserem Inhalt gewinnt oft trotzdem die inhaltlich stärkere Seite, selbst wenn sie etwas langsamer ist.

Der praktische Schluss: Performance allein bringt selten Top-Rankings. Schlechte Performance kann aber gute Inhalte ausbremsen.

Der wichtigere Hebel: indirekte Effekte

Der direkte Ranking-Effekt ist moderat. Die indirekten Effekte sind oft deutlich grösser.

Google-Studien zeigen:

  • Bei einer Ladezeit von 1 auf 3 Sekunden steigt die Absprungrate um 32%.
  • Bei 5 Sekunden steigt die Absprungwahrscheinlichkeit um 90%.
  • Bei 10 Sekunden liegt der Anstieg bei 123%.

Das trifft nicht nur SEO. Es trifft auch Conversions, Kontaktanfragen und Terminbuchungen.

Warum das für Schweizer KMU besonders relevant ist

Lokale Suchanfragen kommen häufig mobil, unterwegs, und unter Zeitdruck.

Wer "Sanitär Notfall Brugg" sucht, wartet nicht lange. Wenn die Seite träge ist, geht der Nutzer zur nächsten Option.

Gleichzeitig erfüllen nur rund 47% aller Websites alle drei Core Web Vitals. Genau hier liegt für KMU eine Chance: Mit solider Performance heben Sie sich sichtbar vom Wettbewerb ab.

Welche Werte sollten Sie anstreben?

Die Orientierung ist klar:

  • Gut: LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200ms, CLS unter 0,1
  • Verbesserungswürdig: LCP zwischen 2,5 und 4 Sekunden
  • Schlecht: LCP über 4 Sekunden

Websites auf Seite 1 bei Google laden im Schnitt deutlich schneller. Der oft zitierte Richtwert liegt bei rund 1,65 Sekunden.

Die häufigsten Bremsen in der Praxis

Bei Schweizer KMU sehen wir immer wieder die gleichen Muster:

  • Zu grosse Bilder: Mehrere Megabyte pro Bild sind keine Seltenheit.
  • Zu viel JavaScript: Viele Drittanbieter-Skripte blockieren den Seitenaufbau.
  • Schwaches Hosting: Günstige Shared-Umgebungen limitieren die Antwortzeiten.
  • Kein Caching: Wiederkehrende Besucher laden unnötig viele Dateien neu.
  • Zu viele externe Ressourcen: Fonts, Widgets und Tools erhöhen Verbindungsaufwand und Wartezeit.

Was jetzt konkret sinnvoll ist

Quick Wins

Nächste Optimierungen

  • Hosting-Leistung prüfen und bei Bedarf verbessern
  • Lazy Loading für Bilder sauber umsetzen
  • CDN für statische Inhalte aktivieren

Laufender Prozess

  • Core Web Vitals regelmässig überwachen
  • Neue Features immer auch auf Performance prüfen
  • Ladezeit als feste Qualitätskennzahl etablieren

Wie webscore.ch Performance misst

Kurz gesagt: Wir nutzen den gleichen Messansatz wie Google-Tools.

  • Lighthouse als Mess-Engine: webscore.ch verwendet Google Lighthouse, um zentrale Leistungswerte wie Ladezeit, Reaktionsgeschwindigkeit und visuelle Stabilität zu prüfen.
  • Automatisiert mit Chrome: Die Tests laufen in einem automatisierten Chrome-Browser über Puppeteer. So erhalten Sie reproduzierbare Messwerte statt reiner Schätzungen.
  • Fokus auf verständliche Resultate: Wir übersetzen technische Einzelwerte in klare Hinweise, damit auch Nicht-Techniker sofort sehen, was zuerst verbessert werden sollte.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  1. Performance ist relevant, aber nicht alles. Inhalte und Themenrelevanz bleiben zentral.
  2. Der grösste Effekt ist indirekt. Schlechte Ladezeiten verschlechtern Nutzersignale und Conversions.
  3. Mobile Nutzung macht das Thema dringlich. Gerade lokale Suchanfragen sind besonders sensibel.
  4. Viele Probleme sind lösbar. Oft reichen wenige technische Korrekturen für spürbare Verbesserungen.
  5. Schnelligkeit ist ein Wettbewerbsvorteil. In umkämpften Märkten kann sie den Ausschlag geben.

Mehr zum Thema Sichtbarkeit finden Sie auch im Bereich SEO für KMU.

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Ben Zumbrunn
Ben ZumbrunnGründer von webscore.ch
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